Elementare Musikpraxis
Musik von Anfang an

Alles, was du deinem Kind mitgeben kannst, sind Wurzeln und Flügel. Musik vermag beides zu geben. Durch Musik erfährt das Kind zum einen seine kulturellen und sozialen Wurzeln; es kann durch gemeinsames Musik-Erleben darin Halt und Vertrauen finden. Zum anderen ermöglicht Musik dem Kind, äußere und innere Grenzen zu überschreiten, seiner Fantasie und Intuition zu folgen, Musik anderer Kulturen unvoreingenommen anzunehmen, neues zu versuchen, seinen ‚Flügeln‘ zu vertrauen.
Zitat von Maria Seeliger aus „Das Musikschiff. Kinder und Eltern erleben Musik“*

 

Eltern-Kind-Gruppen

Wege entstehen beim Gehen

Eltern-Kind-Gruppen an der Musikschule
• Die ersten Schritte für Kinder ab 1 Jahr mit einer erwachsenen Bezugsperson
• 50 Minuten/Woche

Spontan reagieren Kinder von klein an auf Klänge Geräusche und Musik. In der Eltern-Kind-Gruppe soll die in jedem Kind vorhandene Musikalität gefördert werden.
In einer anregenden Atmosphäre entfaltet sich das musikalische Potential der Kinder und wird durch vielfältige Eindrücke weiter gestärkt. Zusätzlich gehen davon Impulse für die Gesamtentwicklung der Kinder aus. Auch Sie als Eltern können so einen neuen Zugang zur Musik erhalten und Ihre musikalischen Erfahrungen erweitern. Das gemeinsame Erleben von Musik und Bewegung, Stimme und Sprache vertieft und bereichert die Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Der Kontakt zu den anderen in der Gruppe erfüllt das Grundbedürfnis nach Kommunikation und bietet zahlreiche Vorbilder für imitierendes Lernen. So erhalten die Kinder früh einen positiven Zugang zur Musik, sie erhören sich die Musik, denn Musiklernen beginnt mit dem Hören.

Info-Broschüre Musikalische Früherziehung InfofuerElternWeb

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Musikalische Früherziehung

Der Weg zur Musik – wir lernen spielend

Ein spielerischer Anfang für Kinder bis 6 Jahre.
In der Musikalischen Früherziehung treffen sich Kinder 1 x wöchentlich in einer Gruppe Gleichaltriger, in der sie ihre musikalischen Fähigkeiten spielerisch entwickeln können. Ziel ist es, natürliche Begabungen der Kinder zu vertiefen und Grundlagen für den weiteren Weg zur Musik zu schaffen. Die Phantasie der Kinder steht im Vordergrund, sie werden nicht gleich mit Noten und abstrakten Begriffen überfordert.

Die Früherziehung erstreckt sich über zwei Jahre. Das Ziel des ersten Jahres ist das Ankommen in der Gruppe, das Eintauchen in die verschiedenen Lernfelder der musikalischen Früherziehung wie z. B. Singen Instrumentalspiel und Tanzen. In diesem Jahr werden Grundfertigkeiten für das Zusammenspiel erworben, die Kinder lernen, zuzuhören und sich auf andere einzustellen, aber auch aus der Gruppe herauszutreten und eigene Ideen zu entwickeln und zu präsentieren.
Das zweite Jahr baut auf diesen Kenntnissen auf und nutzt die wachsenden Fähigkeiten der Kinder. Nachdem sie viel Musik gemacht haben, lernen sie jetzt auch mit Hilfe der Rhythmussprache die ersten Noten kennen und setzen diese in Liedern und Versen um.
Um eine Brücke zum Instrumentalunterricht zu schlagen, lernen die Kinder auch verschiedenste Musikinstrumente kennen. Für eine altersgerechte Fortsetzung gibt es im Anschluss die Orientierungsstufe. Für einen Anfang mit dem Wunschinstrument steht dann an unserer Musikschule die Instrumentale Grundausbildung IGA bereit, eine zukunftsweisende Unterrichtsform, welche direkt auf die Erfahrungen der Früherziehung aufbaut.

Frühpädagogik in der Musik – das ist unser Beruf

Auf dem vielfältigen Fachgebiet der Elementaren Musikpädagogik (EMP) arbeiten an unserer Musikschule insgesamt 16 Lehrkräfte. Sie alle sind mit staatlich anerkanntem Abschluß speziell für die jüngste Altersgruppe ausgebildet. Durch ein Hochschulstudium der elementaren Musik- und Bewegungspädagogik – z. B. am renommierten Orff-Institut in Salzburg oder der Musikhochschule Würzburg – haben sie gelernt, den beginnenden Weg in die Musik auf die Entwicklung der ein- bis sechsjährigen Kinder abzustimmen. Sie können ganz natürlich auf die Gefühlswelt der Kinder eingehen, Begabungen wecken, die kindlichen Impulse aufnehmen und musikalische Fähigkeiten entwickeln.
Neben dem grundsätzlichen Wert einer musischen Förderung ist das Ziel die Hinführung zum späteren Musizieren mit einem Instrument oder der Stimme. Insofern ist die Musikalische Früherziehung der Musikschule eine hochwertige Ergänzung zum Singen und Musikmachen in der Familie oder im Kindergarten. In einigen Orten arbeiten wir eng mit den Kindergärten zusammen.

Musikalische Bildung von Anfang an – am Besten im Alltag

Die Musikschule ist kommunaler Bildungspartner der Kindertagesstätten.
Die Arbeit der Kindergärten und der Musikschule im Zweckverband Kommunale Bildung ergänzen sich seit vielen Jahren zum Vorteil der Kinder. Dabei geht es uns um pädagogische und fachliche Qualität sowie um die Wahrung sozialer Chancengleichheit. Die Musikschule will dabei in Ergänzung zur pädagogischen Konzeption und Arbeit des Kindergartens:

• Übergänge gestalten und Orientierung geben
• die Elemente der Musik mit den Kindern auf alterstypische Art entdecken und zusammenführen
• musikalische Reife und personale Kompetenzen entwickeln
• Musik als Gemeinschaftserlebnis gestalten
• auch auf elementarem Niveau schon künstlerischen Ausdruck zeigen und erlebbar machen.

Der Leitgedanke "Musik macht Sinn – für die Entwicklung unserer Kinder" fasst diese Ansätze zusammen.

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